Thomas Gerwin
Soundscape No.3 (2002)
Situative RaumKlanginstallation
Diese "situative" Klanginstallation besteht aus 10 weißen Quadern bzw. Stelen verschiedener Größen, in denen sich kleine Lautsprecher befinden. Die Klangobjekte kreieren eine sichtbare - und gleichzeitig eine hörbare Landschaft, ein "Soundscape". Jeder der kleinen Lautsprecher baut eine eigene Region aus Klang auf, die sich mit den Klängen der Umgebung vermischt, sie kontrapunktiert, sie konterkariert. Die Klanginstallation arbeitet sehr eng mit den besonderen räumlichen Verhältnissen des Ausstellungsortes, analysiert und interpretiert sie. "Soundscape No.3" erbaut ein kleines Universum aus dem Klang des Feuers, in dem verschiedenste Feuer-Charaktere (vom wärmenden Höhlenfeuer bis zum Inferno eines Vulkanausbruches) eine begehbare Gefühls-Choreographie inszenieren.
Der Klang im Inneren der "Feuerhöhle" ist teilweise kraftvoll aber insgesamt ziemlich leise. Die Besucher sollen nicht beschallt werden, sondern eher dazu angeregt werden, ihre Aufmerksamkeit zu schärfen und sich die verschiedenen Klangwelten eigeninitiativ zu erschliessen.
"Soundscape No.3 (Feuerhöhle)" entstand im Auftrag vom Kulturbüro des Förderband e.V. anläßlich des Festivals "RESERVOIR VI PYROTEKTURA" und wurde vom 15. Juni bis 4. August 2002 im Großen Wasserspeicher am Prenzlauer Berg, Berlin gezeigt.
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Foto: Roman März